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Risiko Homocystein

Ein Mangel an Folsäure und B-Vitaminen ist die häufigste Ursache für einen erhöhten Homocysteinspiegel. Homocystein ist ein Zwischenprodukt des Eiweiß-Stoffwechsels. In zu hoher Konzentration kann es die Gefäßwände schädigen, Entzündungsprozesse fördern und die Thromboseneigung erhöhen.

In den Leber- und Gefäßzellen kann Homocystein zudem die Cholesterinproduktion verstärken. Ca. 5-10% der Allgemeinbevölkerung und bis zu 40% der Patienten mit Gefäßerkrankungen, haben erhöhte Homocysteinwerte. Mit einer angemessen hohen Aufnahme von Folsäure und B-Vitaminen lässt sich ein erhöhter Homocysteinspiegel vermeiden. Das gilt übrigens auch für Personen, deren Nahrung viele tierische Eiweiße enthält.

Mit gesunder Ernährung Raucher-Herzen schützen


Bislang galt: Raucher haben ein höheres Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden und daran zu sterben als Nichtraucher. Diese These scheint jedoch überholt: Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Risiko, im Laufe seines Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, bei Rauchern wie Nichtrauchern gleich hoch ist – allerdings mit dem Unterschied, dass Raucher den Herzinfarkt meist früher bekommen als Nichtraucher. Dies fand jetzt ein amerikanisches Forscherteam um Donald M. Lloyd Jones heraus. Die Wissenschaftler hatten Daten von 7.724 Testpersonen verglichen, die an der bislang größten amerikanischen Herz-Studie, der Framingham-Heart-Study (1971-1996), teilgenommen hatten.

Die Ursachen für das frühe Herzinfarkt-Risiko bei Rauchern sind noch nicht vollkommen erforscht. Experten sehen jedoch einen Schlüssel für das Rätsel in dem Eiweißbaustein Homocystein.

Seit längerem ist bekannt, dass Raucher über erhöhte Homocystein-Werte im Blutplasma verfügen. Eine Gruppe irischer Forscher um P. O’Callaghan überprüfte jetzt, ob ein Zusammenhang zwischen erhöhten Homocystein-Werten, Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht. Das Team untersuchte dazu 750 Fälle und 800 Personen unter 60 Jahren in 19 europäischen Herz-Zentren.

Das Ergebnis: Alle Raucher wiesen einen erhöhten Plasma-Homocysteinspiegel im Vergleich zu Nichtrauchern auf. Zigarettenraucher mit erhöhten Plasma-Homocysteinspiegel (über 12 mmol/l) hatten ein 12-fach höheres Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, als Nichtraucher mit normalen Homocystein-Werten. Zugleich fanden sich bei den Rauchern ein Mangel an Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Raucher für ein herzgesundes Leben nicht nur auf den Zigarettenkonsum verzichten, sondern vor allem auch auf ihre Ernährung achten müssen.

Homocystein ist ein Abbauprodukt der Aminosäure Methionin. Mit Hilfe von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 kann der Körper das Homocystein vernichten. Folsäure ist vor allem in Blattgemüse, Vollkornprodukten und Nüssen vorhanden. Gute Quellen für Vitamin B6 sind Getreide, für Vitamin B12 vor allem Fleisch. Zugleich ist auch die Auswahl der Nahrungsfette ausschlaggebend, da ein Zuviel an tierischen Fetten den Cholesterinspiegel erhöhen und die Arterien schädigen kann (Arteriosklerose). Besser ist es daher – wenn möglich – auf gesunde Pflanzenfette zurückzugreifen, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind (z.B. Diät-Öl, Diät-Margarine).

Homocystein – die unbekannte Gefahr für Herz und Hirn


Rund die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland ist auf Herz-Kreislauf-Probleme zurückzuführen. Da ein Teil dieser Erkrankungen mit den bisher bekannten Risikofaktoren nicht erklärt werden kann, erforschen Wissenschaftler seit einiger Zeit nun die Auswirkungen eines erhöhten Homocystein-Spiegels.

Vitaminmangel erhöht den Homocystein-Spiegel Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die im Körper als Zwischenprodukt beim Abbau der essentiellen Aminosäure Methionin zu Cystein entsteht. Ist der Körper ausreichend mit B-Vitaminen und Folsäure versorgt, kann er das schädliche Homocystein rasch wieder abbauen. Liegt jedoch ein Vitaminmangel vor, ist diese Umwandlung nicht möglich und der Homocystein-Spiegel erhöht sich. Damit steigt die Gefahr, dass Blutgefäße geschädigt werden sowie das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Etwa die Hälfte aller Deutschen über 50 Jahre hat zu viel Homocystein im Blut.

B-Vitamine sind lebenswichtig Ein erhöhter Homocystein-Spiegel ist auf eine mangelnde Versorgung mit den Vitaminen B6, B12 und vor allem Folsäure zurückzuführen. Die Dach-Liga Homocystein e.V. empfiehlt mindestens 400 µg Folat pro Tag, was selbst bei einer ausgewogenen Ernährung schwer zu erreichen ist. Daher sollten vor allem Risikogruppen wie Sportler, Vegetarier, Schwangere und Stillende, sowie Menschen ab dem 50. Lebensjahr und diejenigen, die Medikamente einnehmen müssen, vermehrt auf eine ausreichende Zufuhr achten. Gerade für diese Risikogruppen ist es empfehlenswert, den persönlichen Homocysteinwert vom Arzt bestimmen zu lassen.

Vitamin B6 (Pyridoxin) dient wie alle anderen B-Vitamine als Katalysator im Aminosäure- und Eiweißstoffwechsel. Weiterhin regelt es die Verteilung der einzelnen Eiweißbausteine im Organismus und unterstützt ein gesundes Zellwachstum. Es ist in pflanzlichen wie auch tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Gute Lieferanten sind zum Beispiel Vollkorn, Weizenkleie, Hirse, Keime, Sojabohnen, Walnüsse, Hefe, Spinat, Kohl und Kartoffeln oder Fleisch, Fisch, Milch, Eigelb und Innereien.

Vitamin B12 (Cobalamin) ist für die Blutbildung im Knochenmark ausschlaggebend, sorgt für eine gute Blutgerinnung und ist am Aufbau des Nervensystems beteiligt. Es kommt hauptsächlich in tierischen Produkten wie Fisch (Makrele, Hering), Fleisch, Käse und Milch vor. Weiterhin können einige Hefepilze dieses Vitamin bilden, so dass auch fermentierte Lebensmittel wie Kefir, Sauerkraut und Brottrunk gute Lieferanten sind.

Folsäure gehört ebenfalls zur Gruppe der B-Vitamine und ist an vielen lebenswichtigen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Da der Körper Folsäure nicht selbst herstellen kann und auch nur begrenzt in der Lage ist, es zu speichern, muss dieses Vitamin dem Körper regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Folsäure ist wasserlöslich und kommt vor allem in grünem Blattgemüse vor, was ihm auch seinen Namen gegeben hat (Die lateinische Bezeichnung Folium bedeutet Blatt). Weitere gute Folsäure-Quellen sind zum Beispiel Weizenkleie, Vollkornprodukte, Hefe, Nüsse, Rote Beete, Zitrusfrüchte, einige Käsesorten, Fleisch und Leber.

Um eine Unterversorgung mit diesen drei Vitaminen zu vermeiden, sollte jeder auf eine vollwertige, ausgewogene und abwechslungsreiche Kost achten. Zusätzlich kann die Einnahme von Vitaminpräparaten wie zum Beispiel der taxofit® Folsäure + Vitamine B6 + B12 Depot Dragees helfen, den Tagesbedarf optimal zu decken.