Omega-3-Mangel
Der Mangel an Omega-3-Fettsäuren ist ein sehr häufiger Vitalstoffmangel. Den Grund sehen Experten vor allem in der heutigen Ernährungsweise.
Gesunde Erwachsene brauchen täglich mindestens 0,3 g EPA + DHA. Sehr viele Menschen erreichen diesen Wert jedoch nicht. Wesentliche Ursachen: Sie essen zu wenig Fisch, dafür aber zu viele Omega-6-Fettsäuren (den natürlichen Gegenspielern der Omega-3-Fettsäuren). Hinzu kommt: Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren (ALA) sind physiologisch weniger wertvoll und können in nur sehr beschränktem Umfang in langkettige Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA) umgewandelt werden – im Durchschnitt beträgt die Umwandlungsrate 2%. Man müsste beispielsweise täglich 50 g Rapsöl (mit 10% ALA) verzehren, um nur ein Drittel der täglich nötigen Menge (0,1 g) langkettiger Omega-3-Fettsäuren zu gewinnen. Das ist unrealistisch und würde auch eine Kalorienzufuhr von 450 kcal bedeuten.
Will man nun gezielt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und dafür die von internationalen Fachgesellschaften empfohlene Menge von 0,5 - 1,8 g EPA + DHA /Tag zu sich nehmen, lässt sich das nur durch regelmäßig verzehrte fettreiche Seefische oder geeignete Nahrungsergänzung erreichen.